Bloapp – Eigene App für deinen Blog in 5 Minuten
Wenn du kostenlos und in wenigen Minuten eine eigene App erstellen könntest, die auch noch ganz ansprechend aussieht – würdest du es tun? Alleine anhand dieser Informationen vermutlich schon. Leider ist die Welt kein Schlaraffenland. Trotzdem ist die Idee von Bloapp nicht außer Acht zu lassen. Es gibt allerdings auch Defizite, die es zu überwinden gilt.
Zu allererst muss gesagt werden, dass tatsächlich keine versteckten Kosten in Bloapp zu finden sind. Es ist nicht nur alles kostenlos machbar, man kann sogar noch Geld damit verdienen. Denn anstatt die App zu monetarisieren und mit Werbung die Kosten zumindest teilweise wieder hereinzuholen, lässt Bloapp den Nutzer sogar eigene Werbebanner in seine App einbauen.
Wo ist also der Haken dabei? Im Prinzip ist es ganz einfach. Es wird keine eigene App erstellt für den jeweiligen Nutzer – die Apps laufen im Prinzip in der App von Bloapp. Sie kommen ein wenig daher wie Bookmarks – die User-Apps heißen sogar so. Bedeutet im Endeffekt, dass jeder, der deine “App” nutzen möchte, sich erst einmal die Bloapp herunterladen muss. Dort kann er dann alle seine Lieblingsapps abonnieren. Klingt wie ein RSS-Reader. Gerade da die User-Apps im Prinzip z.Zt. nichts anderes tun, als den RSS-Feed des gewünschten Blogs auszulesen.
Was also unterscheidet Bloapp von einem normalen RSS-Reader für iPhone & co.? Nun die User-Apps lassen sich Designtechnisch anpassen. Man darf einen eigenen Header einfügen, sowie ein Logo für das Bookmark. Dazu muss man eines von 4 Standard-Designs wählen und kann dort auf Wunsch zusätzlich ein eigenes Hintergrundbild einbinden. Und die erwähnte Werbung lässt sich einbinden.
Werbe-Optionen: “Please insert your mobile supported ad banner code below.The code must be either in Javascript or html format. Banner size must be 320×50 pixels. Ads will be displayed at the end of every post, in post details page. You can also integrate Google ads into your RSS feed and make money with Google Ads.”
An sich ein sehr nettes Angebot. Man könnte ja eigentlich denken, dass die App-Entwickler hier mitverdienen möchten. Für den Anfang zumindest mal nicht. Natürlich war ich da neugierig und habe mal nachgefragt wie die Leute von Bloapp zum Thema Monetarisierung stehen. Daraufhin erhielt ich eine Mail von Adam aus dem Support-Team, der recht diplomatisch und nicht unüblich verriet: “Regarding monetization, we want to build great, useful product for now. We believe there will be many opportunities to monetize the service if we continue to listen to our customers and keep improving the service.”
Zuhören müssen sie auf jeden Fall, denn ohne eine starke Community werden sie mit dieser App sonst keine Chance haben. Keine Nutzer. Keine Reichweite. Keine Werbe-Einnahmen. Keine Blogger. Ich wünsche den Entwicklern viel Erfolg und bin gespannt ob sie es schaffen die App zu etablieren.
Wer die App ausprobieren will, kann sie hier herunterladen und dann einfach mal diesen QR Code scannen. Dann seht ihr meinen Blog dort als Beispiel.

Tags: apple, Bloapp, Blog, iPhone App, RSS-Reader, startup
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Mein Name ist Julian Grandke. Seit 2003 arbeite ich im Bereich der digitalen Medien. Momentan arbeite ich als Social Media Berater, Blogger und freier Journalist. 
