Ein digitaler Nomade auf Abruf

Während der diesjährigen re:publica in Berlin führte ich ein paar interessante Gespräche zum Thema digitale Nomaden. Es ist ein Thema, welches mich schon länger interessierte. Dabei wurde ich auf eine Aktion von Swiss Airlines aufmerksam gemacht, die einen digitalen Nomaden in 6 Monaten um die halbe Welt schicken wollen. Eine sehr interessante Kampagne, aber für mich leider momentan schwer realisierbar.

Als ich erfuhr, dass Bosch eine ebenso spannende Kampagne laufen hat, wurde ich hellhörig. Die Bosch World Experience 2014 geht nur 16 Tage lang und steuert dabei trotzdem stolze 6 Standorte auf drei Kontinenten an. Spontan füllte ich also eine Bewerbung aus.

Die Bosch World Experience 2014: Darum geht’s

Worum geht’s genau? Die Bosch World Experience 2014 soll Awareness schaffen für die globalen Projekte von Bosch. Hierzulande kennen viele Bosch ja insbesondere als Familienunternehmen, das Wasch- oder Bohrmaschinen herstellt. Für diese Kampagne wurden also sechs globale Bosch-Standorte gewählt an denen Bosch einen wichtigen Beitrag sowohl zu aktuellen Projekten wie auch Zukunftsinnovationen beisteuert.

Seien es Hydraulik-Systeme in der Tower Bridge in London, 4500 Lautsprecher im World Financial Center in Shanghai oder selbstfahrende Autos in San Francisco – Bosch hat einige spannende internationale Projekte, die ich zuvor nicht mit Bosch verbunden hatte. Die sechs auserwählten Bosch World Explorer werden diese und drei weitere Destinationen ab 20. Juli besuchen gehen.

In folgendem Video könnt ihr euch ein Bild von der Kampagne machen:

Ab ins Finale!

Zurück zu meiner Bewerbung. Da die Aktion schon eine Weile lief, musste ich gar nicht lange auf eine Antwort warten. Ich hatte die nächste Runde erreicht und wurde zu einem Google Hangout eingeladen. Der Hangout fand auf Englisch statt, obwohl die drei Vertreter der Aktion alle aus Deutschland kamen. Hierin lag also schon mal der erste Test. Der Hangout dauerte etwas länger als eine halbe Stunde und war ein lebendiges und offenes Gespräch.

Zu Beginn des Hangout wurde mir bereits gratuliert. Ich hatte es hiermit bereits in die Top 40 geschafft von weltweit ca. 50.000 Bewerbern. Ein kurzes „Wow, that’s awesome!“ kam aus mir heraus. Vor allem da ich für die Ausfüllung 15-20 Minuten gebraucht hatte. Vielleicht war das aber auch gerade der richtige Ansatz. Ich hörte mehr auf einen Impuls, sprach von Herzen und schickte den ersten Entwurf direkt ab.

Standby-Nomade: Die Mustafi-Klausel

Eine Woche nach dem Hangout bekam ich Bescheid. Es wäre in meinem Fall sehr eng gewesen, aber ich habe es leider „nur“ auf die Standby-Position geschafft.

Nach Gesprächen mit meinem Arbeitgeber war die Sache klar. Ich nehme diese Position gerne an. Zwar hoffe ich nicht, dass von den sechs ausgewählten Explorern jemand den Marco Reus macht, aber im Notfall schalte ich den Mustafi-Modus an und bin bereit nachzurücken. In jedem Fall bin ich zufrieden mit der bisherigen Erfahrung und verfolge die Bosch World Experience vom 20.7. bis 6.8. gespannt. Egal ob von der Tribüne aus oder unten auf dem Rasen.

Photo credit: Bosch