Rückblick 3. Montagsrunde 2011 “Personal Branding 2.0″

Autor: | Veröffentlicht in Personal Branding 2 Comments

Im März hatte ich das Vergnügen als Host der Montagsrunde zu fungieren. Dort durfte ich ein wenig über das Thema “Personal Branding 2.0″ erzählen und mit vielen interessanten Diskussionspartnern dieses Thema genauer analysieren. Dieser Rückblick ist mit meinem ehemaligen Social Branding Blog Brandingstory leider untergegangen und soll zusammen mit dem Video der damaligen Montagsrunde nun auch hier wieder erscheinen.

Da in der Runde größtenteils Experten aus der Kommunikationsbranche sitzen, war natürlich ein grundlegendes Verständnis und Vorwissen bereits vorhanden. Aus diesem Grund wurden neben genauen Vorgehensweisen und praktischen Fragen auch viel über den Sinn einzelner Handlungen philosophiert.

Xing, LinkedIN und der Lebenslauf

Ein interessantes Gesprächsthema war die Bedeutung des Lebenslaufs zu Zeiten von Business Networks wie Xing oder dem auch in Deutschland stetig wachsenden LinkedIN. Natürlich sind mittlerweile auch viele Personalchefs in diesen Netzwerken unterwegs, weshalb eine wohl überlegte und gut gepflegte Präsenz im deutschsprachigen Raum momentan zumindest auf Xing empfehlenswert ist. Wer sich aber zum Beispiel in den USA für einen neuen Job bewirbt oder dort Kunden akquirieren möchte, der kommt über eine LinkedIN-Präsenz nicht hinweg. Wenn bei einer Jobausschreibung aber nicht ausdrücklich darauf hingewiesen ist, kommt man um einen schriftlichen oder elektronischen Lebenslauf nicht herum. Was nicht bedeutet, dass man nicht auf seine professionellen Web-Auftritte per Link hier verweisen sollte. Wer sich dabei wohl fühlt, kann auch ein Video Resumé zu seiner Bewerbung hinzufügen.

Wie oft googlest du dich?

Aus gegebenen Anlass wurde sich im Anschluss an diesen Diskussionspunkt nun also erstmal wild in den verschiedenen Netzwerken vernetzt. Insgesamt gab es ein paar aktivere Momente während dieser Online-Veranstaltung. So stand auch die Frage im Raum, wie oft man sich googelt. Denn SEO ist ein weiteres wichtiges Thema, wie auch schon in meinem Personal Branding 2.0 – Starter Guide angesprochen. Die meisten Diskussionsteilnehmer googelten sich alle 2-4 Wochen und haben teilweise den Kampf mit Namensvettern um Google-Spitzenplätze mehr oder weniger im Griff. Denn wer seinen Namen nicht exklusiv hat, muss je nach Web-Aktivität der Namensvettern besonders Gas geben, um von (potenziellen) Kunden, neuen Kontakten oder Personalchefs gefunden zu werden.

Fazit

Als gemeinsames Fazit der Runde kamen wir zu dem Punkt, dass Personal Branding 2.0 deutlich mehr Vor- als Nachteile mit sich bringt, wenn man das Thema mit der nötigen Ernsthaftigkeit betreibt. Neben gut gepflegten Profilen in Social Networks, ist der eigene Blog ein zentrales Tool um online an der eigenen Reputation zu arbeiten. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals für die aktive Mitarbeit der Teilnehmer.

Die komplette Montagsrunde (ca. 110 Minuten) lässt sich hier (oder direkt bei UStream) noch einmal anschauen (Beachte: Der Chat, welcher die Fragen & Kommentare lieferte, auf die ich hier reagiere, ist in dieser Aufnahme nicht sichtbar):

(Dieser Artikel wurde ursprünglich auf meinem eingestellten Blog BrandingStory am 21.03.2011 veröffentlicht.)

  • Mardem

    Besten Dank für diesen informativen Beitrag. Meine Meinung: Background
    Checks sind ok,haben aber dort ihre Grenzen wo es um die Privatsphäre
    geht und nicht berufsrlevante Daten gesammelt werden. Fairplay sollte
    auch sein, Bewerber zu informieren. Habe auch diesen Beitrag zum Thema gefunden, der ebenfalls interssant ist: http://neuesausdempersonalwesen.blogspot.com/2011/09/kandidaten-screening-im-internet-pro.html

    • http://www.juliangrandke.de Julian Grandke

      Danke für das Feedback! Ich denke auch, dass zumindest die Auswertung eines Screenings sich in erster Linie auf berufsrelevante Daten beziehen sollte. Alles weitere wäre ein wichtiges Feedback für den Bewerber, damit er sich ggf. für weitere Bewerbungen darauf einstellen kann oder vllt. auch für sich feststellen kann, dass er für einen Arbeitgeber, der ihn auf diese Art bewertet, ohnehin nicht arbeiten möchte.