Barcamp Karlsruhe 2011 – Ein Rückblick

Letzten Freitag war die Vorfreude groß. Ich setzte mich in den Zug nach Karlsruhe. Mein erstes Barcamp. Endlich. Nachdem ich vor zwei Jahren eigentlich auf dem ersten Future Music Camp in Mannheim Barcamp-Luft schnuppern wollte (krank) und das Barcamp Bodensee letztes Jahr wegen Arbeit absagen musste, lief termintechnisch dieses Jahr auch schon wieder einiges schief. Umso glücklicher also, dass es am Freitag endlich losging.

Entspannt ging es nach Karlsruhe. Am Freitag. Denn am Samstag sollte es früh losgehen. Das Warmup am Freitag nahm ich auch mit – kurz. Ausgeschlafen und fit stürzte ich mich Samstag in die Barcamp-Meute. Von Anfang bis Ende wurde einem vom Orga-Team alles wichtige abgenommen. Ich konnte mich also nach dem Frühstück in Ruhe mit der Sessionplanung beschäftigen. Passiv. Nachdem Daniel Rehn leider absagen musste und ich auch gerade nichts spannendes auf dem Rechner hatte, entschloss ich mich lieber alles erst einmal aufzusaugen und kennenzulernen.

Location Based Services - Barcamp KarlsruheErste Session – Location Based Services

Als erstes bewegte es mich in eine Session zum Thema „Location Based Services“. Dort gab es einen groben Überblick, der für mich selbst nichts Neues mitbrachte. Dafür habe ich mich wohl schon zu viel damit beschäftigt. Nur Gowalla sehe ich mir vielleicht noch mal genauer an demnächst.

Zweite Session – Verhandlungsstrategien

Weiter. Eine Session zum Thema „Verhandlungsstrategien“ von Alexander Talmon. Hier und da erkannte ich Dinge wieder, die ich ähnlich sehe und anwende. Doch bei all der Erfahrung, die Alexander als Wirtschaftsjurist mitbringt, konnte ich auch einiges mitnehmen.

Dritte Session – Werbung Crowdsourcing

Mittagessen. Ein interessantes Gespräch. Viele Tablets und Smartphones. Danach weiter zur Session „Crowdsourcing“. Nach einem winzigen Überblick wurde hier im Prinzip das Unternehmen clickworker vorgestellt. Auch wenn das anfangs interessant war, war es dann doch ein bisschen viel des Guten. Das merkte Jörg Sädtler am Ende seiner Präsentation auch selbst und bot eine Diskussion an, die auch Fragen in anderen Bereichen klärte. Obwohl ein paar wenige Leute die Session enttäuscht schon vorzeitig verließen, konnte ich der Sache doch etwas Gutes abgewinnen: Input um über das Thema selber weiterzudenken. Vielleicht gehe ich darauf irgendwann hier noch mal näher ein.

Weitere Sessions & Startup Pitch

Die nächste Session mit dem Titel „Bilder als Dialogplattform“ von Florian Hofmann berichtete über ein neues Tool, mit dem Bilder interaktiver und monetär interessanter werden. Darüber werde ich die nächsten Tage noch einmal einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Nach dem Kuchen gab es dann die „Todsünden der Selbstständigkeit“ – was sich nicht wirklich vertragen hat. Kurze Müdigkeitsphase. Zum Abschluss dann noch „Technologie & Reisen“, was sich irgendwie darstellte wie eine Mischung aus James Bond und trampenden Nerds. Trotzdem viele interessante Tipps dabei gewesen. Einen Überblick zu allen Sessions des Barcamps gibt es hier.

Am Abend gab es dann noch einen kleinen, aber sehr interessanten Startup Pitch. Der Gewinner des Abends war das Unternehmen Abusix, welches Handel mit Email-Spam betreibt und damit nicht nur den Pokal, sondern auch die Lacher auf ihrer Seite hatte.

Fazit:

Damit endete das Barcamp dann auch für mich. Auch wenn ich Sonntag mit eingeplant hatte, musste ich doch etwas angeschlagen erkennen, dass ich mich früher auf den Rückweg machen sollte. Die Eindrücke des Samstags allein waren es aber absolut wert, das Barcamp Karlsruhe als gelungen zu bezeichnen. Daher bedanke ich mich an dieser Stelle auch mal bei den Sponsoren und vor allem dem fleißigen Orga-Team. Wenn es die Zeit hergibt, komme ich nächstes Jahr gerne wieder.