Die Beiträge zur Social Learning Blogparade #solea11

Verfasst am 09.10.2011 in Social Media

Wie ihr sicherlich mittlerweile gemerkt habt, steht hier im Blog momentan ein bestimmtes Thema im Fokus: Gemeinsam wollen wir das Thema Social Learning erkunden. Was ist Social Learning? Welche Tools und Methoden haben in der Praxis überzeugt? Gibt es schon einen Mentalitätswandel, hin zum kooperativen Lernen im Netz? Wie ist unser eigener Zugang zu Social Learning? Wie stellen wir uns selbst die Zukunft in diesem Bereich vor? Den Aufruf zur Blogparade findet ihr hier.

Die erste Woche von #solea11 liegt hinter uns und es hat schon einige spannende Beiträge gegeben. Zeit für einen ersten Überblick. Dieses Post wird bis zum 27. Oktober laufend um Links zu den eingehenden Beiträgen aktualisiert.

Lore Reß

Lore Reß (@lress) stellt in ihrem ersten Beitrag fest, dass Social Learning weder neu noch besonders ist. „Menschen haben schon immer in Gruppen von- und miteinander gelernt, lediglich die Nutzung von Social Media hat dem Thema zu neuer Popularität verholfen.“

>> Blogparade Social Learning 1

Im zweiten Beitrag stellt @lress PAUL vor, ihre persönliche Arbeits- und Lernumgebung. Sie meint: „Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Nutzung sozialer Netzwerke und Medien nicht erlauben, werden sich umorientieren müssen. Arbeiten und Lernen braucht keine künstliche Trennung sondern einen integrativen Ansatz.“

>> Blogparade Social Learning 2

Im dritten Teil folgt eine „Roadmap“ zum Social Learning. „Social Learning funktioniert nicht einfach so“, meint @lress, „meistens sind Trainings erforderlich.“

>> Blogparade Social Learning 3


Monika E. König

Für Monika E. König (@mons7) geht Social Learning mit einer radikalen Änderung der Definitionsmacht einher. Nicht mehr die Lehrenden entscheiden über die Relevanz der Lerninhalte sondern die Lerner. Ähnlich verhält es sich mit der Leistungsbewertung. Nicht die Lehrenden sondern die Lernenden bewerten beim Social Learning den persönlichen Lernfortschritt. Sie stützen sich dabei auf subjektive Einschätzungen und Rückmeldungen aus der Lern-Community. „Letztendlich handelt es sich beim Social Learning um eine Wiedervereinigung von Theorie und Praxis“, meint @mons7.

>> Social Learning – Teil 1

In ihrem zweiten Beitrag beschreibt @mons7, dass sie am meisten lernt, wenn sie sich darauf vorbereitet andere etwas zu lehren. Ihr Wissensschatz verzinst sich beim Teilen. Die Methode heißt „Lernen durch Lehren (LDL)“. Mehr darüber hier:

>> Social Learning – Teil 2 – Mega Methoden, tollste Tools

Die Tools, die Community und die Art der Zusammenarbeit sind die Schwerpunkte im dritten Post zu #solea11. Twitter und die Lernspielwiese sind für @mons7 die wirklich unverzichtbaren Tools beim Social Learning. Die Community ist überwiegend durch gemeinsame inhaltliche Interessen definiert, die Zusammenarbeit ist noch ausbaufähig aber sie entwickelt sich. Bestimmt!

>> Social Learning – Teil 3 – Jetzt wird’s aber wirklich persönlich!

Im vierten Post zu #solea11 reflektiert @mons7 sehr kritisch den Entwicklungsgrad ihres kooperativen Arbeits-/Lernstils, die Ansprüche an sich selbst und die bestehenden Widersprüche. Vorhaben und Resultate weisen noch Diskrepanzen auf aber der Tenor ist eher hoffnungsvoll. Anders bei ihrem Arbeitsplatz. Dort verhindern Datenschutzwahn und Prüfungsregularien echte Fortschritte bei der netzbasierten Kooperation.

>> Social Learning – Teil 4 – mental fatal

Im letzten Beitrag von @mons7 geht es um Wünsche und Wertschätzung. Konkret geht es um die Wertschätzung hochwertiger Inhalte im Netz, den Wunsch seine Wertschätzung zum Ausdruck bringen zu können und auch um geeignete Bezahlmodelle im Netz. Abschließend wünscht sich @mons7 mehr Wertschätzung für die Fähigkeiten guter Lernbegleiter. In den Mentoren, Facilitators und Lernbegleitern sieht sie die Zukunft des Social Learning und ihnen wünscht sie Wertschätzung. Am Besten jetzt!

>> Social Learning – Teil 5 – Social Learning übermorgen?


Johannes Moskaliuk

Johannes Moskaliuk (@moskaliuk) macht es dem Leser nicht leicht! Er beschreibt zwei persönliche Zugänge zum Thema Social Learning, die in ein Dilemma führen können:

Einmal die eher technologiegestützte Sicht:

  • Social Learning ist: Offen – integriert – Technologie-inspiriert

Einmal die lernpsychologische Sicht, indem @moskaliuk das konstruktivistische Verständnis des Lernens mit einem Beispiel erläutert. Man kann durch dieses Beispiel durchaus zu dem Ergebnis kommen:

  • Social Learning ist: Der größte Blödsinn – ein Buzzword

>> Social Learning: Zwei Zugänge


Nathanael Dalliard

Nathanael Dalliard (@nathdalliard) möchte Antworten auf seine Fragen. Und es sind viele Fragen. Ist Social Learning die Information, die ich täglich mit Social Media Tools aufnehme? Meint man damit generell das Lernen in Gruppen? Wann habe ich eigentlich gelernt? Neben vielen Fragen steht auch eine Überzeugung: Social Learning ist immer auch Zuhören! Wer nicht zuhört lernt auch nichts!

>> Was zum Henker ist Social Learning?


erudicus Verlag

Der Verlag für Bildung und Kompetenz erudicus sieht keinen Sinn in einer Unterscheidung zwischen klassischem Lernen und Social Learning. Schließlich sei Lernen immer ein sozialer Akt und deshalb der Begriff Social Learning überflüssig. Besser als ein neuer Begriff wäre stattdessen ein neues Denken. „Erst wenn die Lerninhalte offen, integriert und technologie-inspiriert jederzeit für jedermann zugänglich sind, kommt Lernen wirklich auf eine neue Stufe.“, meint erudicus.

>> Social Learning – #solea11


Walter Böhme (Fontanefan)

Walter Böhme (@Fontanefan) beschreibt in seinem ersten Beitrag die aus seiner Sicht wesentlichen Kennzeichen von Social Learning: Zusammenarbeit, Lernen im Internet und Lernen in lockerer Gemeinschaft. Unsere Frage nach den „tollsten“ Tools beantwortet er mit einer Beschreibung der Möglichkeiten hinter den Tools, also dem Nutzen, der erst durch die Kreativität und Kollaboration der Nutzer entsteht. Bei allem Nutzen gibt es aber für Fontanefan ein wesentliches Ausschlusskriterium für alle Tools: Eine Einschränkung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung.

>> Social Learning Blogparade 1

Im zweiten Beitrag zu #solea11 beschreibt Fontanefan seine persönliche Lernumgebung. Einen Mentalitätswandel, hin zum kooperativen Lernen, sieht er besonders bei Wikipedia und einzelnen Netzindividuen verwirklicht. Für die Entwicklung von Social Learning wünscht sich Fontanefan mehr Experimentierbereitschaft und weniger Blauäugigkeit. Er bezweifelt, dass man Jugendliche nur mit ausreichend Tools und Technik ausstatten muss und ihnen dann die Gestaltung der Bildung selbst überlassen kann. Stattdessen fordert Fontanefan mehr Geld für Unterrichtsprojekte und eine professionelle Hinführung zum Lernen im Netz.

>> Social Learning 2

Nachdem es im zweiten Post um Wünsche zur Entwicklung von Social Learning ging, wagt Fontanefan im dritten Post eine Prognose zum Fortgang. Aus seiner Sicht werden in den sozialen Netzwerken Blogs und Wikis als Instrumente zur Zusammenarbeit Bestand haben. Er nennt verschiedene Beispiele, die die hervorragende Eignung von Blogs und Wikis zu Lehr-/Lernzwecken belegen und geht davon aus, dass beide Tools künftig stärker genutzt werden. Blogs für den thematisch konzentrierten und archivierten Austausch und Wikis für die Zusammenarbeit an größeren Aufgaben.

>> Social Learning Blogparade 3

In Beitrag 4 antwortet Fontanefan auf Nathanael Dalliards Fragen im Beitrag: „Was zum Henker ist Social Learning?“. Nachdem er einige Fragen kurz und knapp verneint hat, demonstriert Fontanefan anhand eines dokumentierten Twittergesprächs, welche Art von Kommunikation, Mitdenken und Weiterdenken eines Gedankens, das Internet möglich macht.

>> Social Learning Blogparade 4 – Subjektive Antworten auf Nathanaels Fragen

Der fünfte Beitrag von Fontanefan zu #solea11 ist kurz. Er beschreibt, wie er den Beitrag eines anderen Bloggers über eine Unterrichtserfahrung mit Kants Text: Was ist Aufklärung?“, aufgreift und in einen völlig anderen Kontext stellt.

Social Learning Blogparade 5 – ein anderes Beispiel für Social Learning


Shivani Allgaier

Shivani Allgaier (@ShivaniAllgaier) trägt ihre Sicht als Diplom-Psychologin bei und zitiert zu Beginn Paul Watzlawick und Professor Spitzer. Sie sagt, es sei wichtig zu wissen wie die optimalen Bedingungen für erfolgreiches Lernen aussehen, um das Soziale Lernen zu verstehen. Es sind drei Grundbedingungen, die nach Shivani Allgaier erfüllt sein müssen: Wenig Stress, die Bereitschaft zum Teilen von Wissen und eine hohe soziale Kompetenz. Sie betrachtet die Tools eher als ein Ergebnis des Sozialen Lernens und wichtiger als die Anzahl der Tools ist ihr die Qualität des sozialen Austauschs. Shivani Allgaier erwartet in Zukunft verstärkt die Bildung von bedürfnisorientierten bzw. interessenorientierten sozialen Gemeinschaften.

>> #solea11 – Die Social Learning Blogparade 2011


Nico Kirch

„Jeder Mensch hat ein Thema, in dem er besonders sicher ist“, meint Nico Kirch (@nico_kirch). Dieses Wissen zu teilen und bewusst anderen zur Verfügung zu stellen ist für ihn eines der Hauptkennzeichen von Social Learning. In seinem Beitrag zu #solea11 berichtet er über die „Lernimpulse“ von DB Training. Jeder Mitarbeiter kann einen Lernimpuls vorschlagen und leiten, ein Konzept, das die Mitarbeiter motiviert sich aktiv in das Lernen am Arbeitsplatz einzubringen.

>> Mein Beitrag zur Blogparade “Social Learning” – #solea11


Lecturio

Lernen immer, überall und zu jeder Zeit. Lecturio vertritt die Ansicht, dass man nie allein lernt, weil selbst hinter jedem Buch ein Mensch steht. In Zukunft wird neben der Qualität der Bildung vor allem die Reichweite immer wichtiger werden, meint Lecturio.

>> Social Learning: Mit Bildung viele Menschen erreichen


Henric Wietheger

Henric Wietheger (@weiliewei) hat bereits im Studium Erfahrungen mit Social Learning gesammelt. In seinem Beitrag zu #solea11 beschreibt er seine Erfahrungen mit Lernen durch Lehren und bringt, wie schon einige BloggerInnen zuvor, den Begründer dieser Lehrmethode @jeanpol als Gast mit in die Blogparade. Aus seinen Erfahrungen hat Henric Wietheger vier wesentliche Voraussetzungen in der Grundhaltung der Social Learner herausgefiltert: Mut, Vertrauen, differenziertes Denken und Kritikfähigkeit.

>> Social Learning = Social Earning?!


Ilona Buchem

Ilona Buchem (@mediendidaktik) zeigt in ihrem Beitrag die Vielschichtigkeit des Begriffs Social Learning auf und erläutert exemplarisch in drei Beispielen die unterschiedlichen Bedeutungen. Social Learning als Synonym für Lernen durch soziale Arbeit, als Begriff im Kontext des organisationalen Lernens und schließlich im Zusammenhang mit E-Learning 2.0. Letzteres beschreibt Ilona Buchen als Lernen im wechselseitigen Prozess unter den Gesichtspunkten: Lernen durch soziale Vernetzung und Lernen als soziale Vernetzung.
Hier geht es zum Beitrag: http://ibuchem.wordpress.com/2011/11/01/social-learning-solea11/

>> Social Learning #solea11


Daniel Rehn

Daniel Rehn (@danielrehn) erläutert, warum für ihn „social“ viel mehr für „gemeinsam“, denn für „sozial“ oder sonst was, steht. Er spricht sich weniger für bestimmte Tools, als für eine bestimmte Methode aus. Lernen durch Lehren ist auch für Daniel Rehn eine bewährte Technik, sich Inhalte zu erschließen. Aus seiner Sicht ist Social Learning ein Erfolgsmodell und er sieht bereits einen Wandel, hin zu Kooperation und Kollaboration. Er ist deshalb für die künftige Entwicklung des Social Learning optimistisch. Die Netzkultur des „Sharing is caring.“, hat nach seiner Meinung eine große Chance auch in die „Offline- Welt“ einzuziehen.

>> Social lernt es sich besser, oder nicht? – Blogparade zu Social Learning


David Philippe

David Philippe spricht über die Veränderungen in unserem Lernverhalten durch Social Media und begrüßt “die Ermöglichung der Vernetzung von Menschen mit dem Ziel, zu lernen oder zu lehren.” Theoretisch sei möglich “alles online zu machen.” Die Tools seien alle vorhanden, man müsse sie nur einsetzen. Außerdem betont David mit Nachdruck: “Social Learning und Medienkompetenz gehören direkt zusammen.”

>> Social Learning – Was ist das eigentlich? Meine Idee davon


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