Wie Twitter Crowdsourcing Edward Burns Independent Film bereicherte

Verfasst am 19.01.2012 in Entertainment, Social Media

Während Social TV dieses Jahr ein großes Thema werden wird und auf der CES 2012 schon aufgeregt über T-Commerce Geschäftsmodelle diskutiert wird, gibt es schon das ein oder andere Beispiel bei dem Social Media ein Projekt durchaus bereichern konnte. So geschehen zum Beispiel bei dem Independent Film “Newlyweds” von Schauspieler und Filmemacher Edward Burns. Auch wenn es in diesem Fall nicht in Echtheit geschah.

Der Film kostete lediglich 9.000 Dollar und wurde Ende 2011 über video-on-demand und iTunes veröffentlicht. Was allerdings richtig interessant bei der ganzen Sache ist, dass er nicht alleine an den Ideen für den Film arbeitete, sondern sich direkt zu Beginn mit seiner Idee an seine Twitter Follower wendete. Diese bestand vor allem darin, einen Film zu drehen in welchem die Schwierigkeiten heutzutage eine funktionierende Ehe zu führen zum Tragen kommen sollten.

In einem Interview mit Vanity Fair erzählt Edward Burns:

I use Twitter a lot to engage with my followers, so one of the first things I did was say, “Here’s this idea, anybody have funny stories?” People tweeted in all these great ideas. A lot of them talked about a mother-in-law, a father-in-law, a brother, sister, cousin or best friend having to crash with them. I was like, okay, great, I got to bring a family member in.

Edward Burns Newlyweds TwitterTwitter Crowdsourcing: Von der Idee bis zum Marketing

Twitter habe die Art und Weise wie er Filme mache komplett verändert, erzählte Bunrs Mashable-Redakteurin Christina Warren. Über Twitter beantwortet er Fragen, gibt Einblicke in seine Arbeit und tauscht sich mit seinen Fans aus – ein Lernprozess für beide Seiten, wie es scheint. Und nicht nur bei der Produktion seiner Filme bezieht er seine Filme mit ein. Da Indie-Filme ein schmales bis nicht vorhandenes Marketing-Budget haben, wendet sich Burns gerne wieder an seine Follower, die den Film dann oftmals in den iTunes-Charts hochpushen und so automatisch Buzz erzielen.

Nun hat Edward Burns durch seine Hollywood-Rollen ein wenig Promi-Bonus und baut schneller eine größere Follower-Zahl auf. Doch in das Engagement seiner Follower muss auch Burns Zeit investieren. Es ist auf jeden Fall ein spannendes und zukunftsfähiges Modell für Independent-Filmer. Das, sowie eine gute Idee natürlich, hilft auch bei der Projektfinanzierung z.B. über Kickstarter. Denn wenn wir ohnehin schon Ideen mithilfe von Crowdsourcing entwickeln, ist Crowdfunding nur der logische nächste Schritt.

Video: How Do You Make A Movie For $9000?

Und wer jetzt noch wissen möchte, wie man denn einen Film für 9.000 produzieren kann, der schaut mal in Edward Burns YouTube-Kanal:


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