Die Gliederung eines Blog-Artikels

Stell dir vor du stolperst über ein neues Buch. Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär, aber der Titel fällt dir ins Auge. Von dem Autor hast du allerdings noch nie etwas gehört. Was tust du nun? Du wirst vermutlich nicht sofort anfangen das Buch zu lesen. Der ein oder andere wird stattdessen nach der Kurz-Biografie des Autors im Buchdeckel suchen. Wem das nicht so wichtig ist, der geht direkt weiter zum Inhaltsverzeichnis. Danach blättert man dann vielleicht noch ein wenig durch das Buch, stoppt kurz falls es interessante Bilder gibt, bis die Entscheidung schließlich steht.

Bei Blog-Artikeln funktioniert das eigentlich ganz ähnlich. Was brauche ich also um meinen Artikel zu gliedern, damit meine Blog-Besucher auch wirklich anfangen zu lesen? Nach dem Artikel „Der Aufbau eines Blog-Artikels“ folgt hier nun eine kleine Übersicht zur Gliederung.

1. Schreibe eine gute Einleitung

Gliederung eines Blog-ArtikelsEinleitungen können in Blog-Artikeln verschieden aufgefasst werden. Viele werden dir raten hier schon die wichtigsten Punkte zusammenzufassen. Doch im Endeffekt kommt deine Vorgehensweise auch auf die Art und Weise an, wie du deine Artikel allgemein formulierst. Schreibst du einen Brief an deine Leser? Dann startest du vielleicht lieber mit einer kurzen Anekdote, welche du am Ende des Artikels noch einmal aufgreifst. Erklärst du etwas oder gibst du Tipps zu einem bestimmten Thema? Dann erläutere kurz worum es geht und warum es wichtig ist die Tipps zu beherzigen. Du kannst aber auch mit (sprachlichen) Bildern arbeiten. Wichtig ist vor allem, dass du den Leser zum Thema hinführst und nicht sofort eine Liste an Ratschlägen über ihn schüttest.

2. Verwende Zwischenüberschriften

Der h-Tag (html) legt Überschriften fest. Diese gibt es in verschiedenen Wertungen (h1,h2,h3), welche man individuell in Stil und Form festlegen kann. Diese auch im Text zu verwenden und nicht nur darüber ist aber nicht nur wichtig aus SEO-Sicht. Man legt gleichzeitig kleine Kapitel im Artikel fest und gibt dem Leser in wenigen Keywords zu verstehen wovon der folgende Abschnitt handelt. So kann der Leser schneller verstehen worauf in dem Text genauer eingegangen wird, was in der Entscheidung „Lesen oder nicht?“ den Ausschlag geben kann. Es ist also ganz ähnlich wie in unserem Buch. Selbst da wird in Fachbüchern jedes Kapitel oftmals unterteilt. So kann der Leser im Zweifel auch einzelne Abschnitte überspringen, die er thematisch ohnehin schon gut kennt.

3. Nutze Grafiken und Bilder im Blog-Artikel

Manchmal bietet es sich an, einen ganzen Blog-Artikel an einer Grafik oder einem interessanten Bild aufzubauen. Doch auch sonst helfen Bilder die Aussage eines Artikels schneller klar zu machen. Ob die Bilder nun die Aussage verstärken oder ironisch gemeint sind, die Möglichkeiten sind groß. Gerade längere Passagen im Text lassen sich durch Bilder auflockern oder zwei verschiedene Abschnitte voneinander durch ein Bild trennen. Für die Orientierung des Lesers können Bilder wichtig sein. Wenn man kein passendes Bild findet, sollte man es gerade bei kürzeren Artikeln – zumindest wenn es das Design des Blogs nicht erfordern – Bilder oder Grafiken aber auch nicht um jeden Preis erzwingen.

4. Arbeite mit Listen und Zusammenfassungen zur Abrundung

Am Ende eines Blog-Artikels ist es durchaus hilfreich für den Leser, aber auch für den Verfasser, die wichtigen Punkte des Artikels noch einmal zusammenzufassen und/oder einen Ausblick zu geben. Dazu kann man mit Listen oder Fazit arbeiten. Natürlich lassen sich Listen auch noch an anderer Stelle einsetzen. Zum Beispiel wie hier im Artikel, wo die Listen in den Zwischenüberschriften enthalten sind und jeder Abschnitt ein neuer Punkt ist.

Fazit:

Wenn Leser dich oder deinen Blog nicht kennen, werden sie nicht viel Zeit aufwenden um deine Artikel zu durchstöbern, wenn nicht klar zu erkennen ist, worauf du in deinem Artikel genau eingehst. Selbst wenn dein Artikel also genau das ist was der Leser sucht, kannst du ihn verlieren, wenn er das nicht schnell erkennen kann. Daher ist eine gute Gliederung und klare Visualisierungen der einzelnen Inhalte des Artikels unheimlich wichtig, um potenzielle Leser nicht direkt wieder zu verlieren.

© Photo by Mat Honan

(Dieser Artikel wurde ursprünglich auf meinem eingestellten Blog BrandingStory am 22.06.2011 veröffentlicht.)