Wie Bloggen deiner Marke offline hilft

Der Blog ist ein zentrales Instrument für das Reputationsmanagement im Personal Branding 2.0. Der erste Gedanke dabei ist durch das Teilen nützlichen Wissens und neuer Ideen in seiner Branche, Aufmerksamkeit und Respekt zu erlangen, den Dialog zu fördern und seine Marke mit Inhalten zu füllen. Doch ein Blog hat noch eine Reihe an anderen Funktionen. Ein Beispiel ist seine positive Wirkung auf die Reputation und das eigene Auftreten in der Offline-Welt.

Vor allem für Leute, die sich neu in einer Niche positionieren wollen, können an dieser Stelle profitieren. Wer seine Meinung und sein Wissen in seinem Blog teilt, tippt normalerweise nicht einfach einen Text in den Editor und publiziert ihn im nächsten Moment.

Bloggen: Schreiben, Prüfen, Schreiben

Wie Bloggen deiner Marke offline hilftAusgangspunkt ist oft eine Quelle, ein aktuelles Fallbeispiel, eine Idee oder sogar ein einzelner Gedanke. In der Regel beginnt man dann – zumindest wenn das Thema komplex ist – schon während dem Schreiben seine Worte zu hinterfragen und das eine oder andere Detail zu überprüfen. Einzelne Gedanken mehrmals durchzuspielen hilft den Kontext einzubeziehen und sein eigenes Verständnis für die Thematik auszubauen.

Doch Blogs sind nicht zu behandeln wie wissenschaftliche Arbeiten. Es dürfen auch mal spontane Artikel entstehen. Perfektion und totale Korrektheit sind, wenn man regelmäßig schreibt, ohnehin fast unmöglich. Fehler sind in Ordnung. Dafür gibt es dann ja auch das Feedback mithilfe von Kommentaren oder in den Social Networks indem der Beitrag verbreitet wurde. Auf dieses sollte man reagieren und mit den interessierten Lesern interagieren. Auch hier lernt man eine Menge.

Blogs und deren Auswirkung offline

Wer über einen längeren Zeitraum bloggt, wird irgendwann merken, dass das auch Auswirkungen auf das Auftreten in der Offline-Welt hat. Es ist kein Zufall wenn man sich plötzlich viel wohler in Gesprächen und Diskussionen fühlt. Man hat in der Zwischenzeit auch eine theoretische Tiefe für das Thema entwickelt und ein Gefühl dafür bekommen, wie bestimmte Charaktere auf den eigenen Gesprächsinhalt reagieren. Dadurch gewinnt man im persönlichen Gespräch an Sicherheit und kann souveräner auftreten.

Einen Schritt weiter: Körpersprache beachten

Auch gehaltvolle Diskussionen in sozialen Netzwerken schaden nicht. Man lernt was man sagt und wie man es ausdrückt. Für die „reale“ Welt fehlen natürlich jetzt noch die Aspekte der Körpersprache um seine rhetorischen Fähigkeiten zu verfeinern. Hier kommt man um Übungen und Kurse nicht herum. Aber das ist nur ein kleiner Beitrag, wenn man sieht wie viele Fähigkeiten man quasi „nebenbei“ mitnehmen kann.

© Photo by southtyrolean

(Dieser Artikel wurde ursprünglich auf meinem eingestellten Blog BrandingStory am 17.05.2011 veröffentlicht.)