Richard Branson über Markenphilosophie & Transparenz

Mit Virgin hat Richard Branson eine der erfolgreichsten Marken der Welt geschaffen, welche Unternehmen in den verschiedensten Verbrauchermärkten beinhaltet und sich allen Kritikern zum Trotz oben hält und von einem globalen Erfolg zum nächsten wandert.

Als Ratgeber für den Aufbau und die Etablierung von Marken ist Richard Branson also nicht der schlechteste Mann, den man so finden kann. Vor kurzem veröffentlichte Entrepreneur.com einen interessanten Artikel von Branson zu eben diesem Thema.

Richard Branson Virgin - MarkenphilosophieDer Wert einer Markenphilosophie

Wer eine Marke aufbaut muss daran denken eine klar Philosophie zu definieren, nach der man seine internen und externen Handlungen ganzheitlich ausrichtet.

„Our customers and investors relate to us more as an idea or philosophy than as a company. We offer the Virgin experience, and make sure it is consistent across all sectors.“

Ecken und Kanten statt gekünstelter Perfektion

Man darf die Definition einer Philosophie aber nicht damit verwechseln einen strengen und über die Maßen detaillierten Maßnahmenkatalog anzufertigen. Marken ohne jegliche Ecken und Kanten fallen in den meisten Fällen früher oder später gegenüber ihrer zugänglicheren und menschlicheren Konkurrenz deutlich ab. Selbst Versicherungen brauchen einen gewissen Charakter, um schneller eine Vertrauensbasis zum Kunden aufzubauen.

„Too many companies want their brands to reflect some idealized, perfected image of themselves. As a consequence, their brands acquire no texture, no character and no public trust. In contrast, Virgin wears its sense of humor on its sleeve. It’s about our wanting to be honest about the ups and downs of our business and share what we think with the people who matter most — our customers.“

Transparenz fördert Kundenbeziehungen

Zu Zeiten von sozialen Medien, in denen alles in Echtzeit diskutiert werden kann, liegt hier der wahre Schlüssel. Und wer offen seine Fehler zugibt, verbessert nicht nur seine Kundenbeziehungen, sondern verschafft sich auch über die Dauer einen ehrlichen Respekt. Außerdem verringert man so die Angriffsfläche seiner eigenen Marke auf ein Minimum.

„Whatever you and your team decide your new brand will stand for, deliver on that promise. That’s the only way you’ll ever control your brand. And beware: brands always mean something. If you don’t define what the brand means, your competitors will.“

Diesen Fall gilt es zu verhindern. Denn negative Schlagzeilen verbreiten sich heutzutage schneller als einem manchmal lieb sein kann – zumindest wenn man selbst der Betroffene ist.

(Dieser Artikel wurde ursprünglich auf meinem eingestellten Blog BrandingStory am 31.03.2011 veröffentlicht.)

© Photo by Jeff Foust