5 Twitter Tipps für Musiker von Bethany Cosentino (Best Coast)

Wenn Musiker schon eine kleine Fan-Basis haben, können sie in Social Media von vornherein durchstarten und hier neue Beziehungen aufbauen und alte vertiefen. Natürlich sollte man dabei auch gewisse Dinge beachten. Wenden wir uns also mal der Twitter-Nutzung für Musiker zu. Dazu hat Billboard.com ein interessantes Gespräch mit Bethany Cosentino, Sängerin der Indie-Band Best Coast, geführt.

Diese erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen, die sich mit dem decken, was man im Musikbusiness oft beobachtet. Daher werde ich ihre Tipps an dieser Stelle aufgreifen und noch ein Stück ausbauen. Wer die Band übrigens noch nicht kennt, sollte sich Best Coast unbedingt mal anhören.

1. Manchmal ist mehr eben doch mehr

Nachdem man davon ausgehen darf, dass du als Musiker neben deinem Twitter-Account noch weitere Online-Präsenzen hast, musst du schauen, wo du was teilst. Natürlich sind auch auf Twitter aktuelle News zur Tour, Album-VÖ, neuem Musikvideo etc. absolut relevant und wichtig, aber Leute wollen auch Hintergründe hören. Und diese in 140 Zeichen zu verpacken, macht diese oft unbekümmert und offen.

Seien es jetzt kurze Anekdoten vom Tour-Leben (auch auf mehrere Tweets verteilt) oder Updates zu einem Hobby, dem du zurzeit nahe gehst. Du guckst gerade TV, einen Film oder hörst ein Album, dass dich bewegt? Wenn es dir nicht gerade peinlich ist – und warum auch? Dann teil so etwas. Wenn deine Fans das auch tun, spüren sie eine starke Verbundenheit. Daher bekommen Tweets zu deinem Leben auch oft eine größere response, als die Standard-News zu deiner Musik. Finde deine Themen und deinen Stil und baue so eine tiefere Beziehung zu deinen Followern auf.

2. Hab Spaß, setze auf Interaktion

Fan oder Follower Engagement ist ein Zauberwort, wenn wir über Social Media im allgemeinen reden. Das gilt auch für dich als Musiker. Rede nicht nur frontal auf deine Follower ein. Wenn du mal eine Pause hast, biete ihnen ein Q&A an. Vielleicht sogar zu einem speziellen Thema. Wenn du viele Follower hast, begrenze die Anzahl der Fragen oder deine Zeit von vornherein, damit sich die Enttäuschung in Grenzen hält. Du kannst deine Fans auch bitten dir witzige Fotos zu schicken und dazu ggf. auch den Rahmen bestimmen.

3. Neue Wege, altes Ich

Bethany twittert oft über das Kochen, andere private Dinge und ihren Kater mit dem putzigen Namen „Snacks“. Da ihre Fans Snacks schnell ins Herz geschlossen haben, hat der Kater nun auch einen Twitter-Account. Mehr als 9.000 Fans folgen ihm schon. Ihr könnt natürlich z.B. auch euren Roadie zu einem Twitter-Account verhelfen und ihn bitten aus seiner Sicht Einblicke zu schildern. Und es gibt noch viele andere Wege, wie ihr euch als Einzelkünstler oder Band online austoben könnt. Seid kreativ, bleibt euch aber treu. Es muss authentisch sein und zu euch passen.

4. Trinken und Twittern ist selten schlau

Wer als Künstler schon mal ein Medientraining gemacht hat, wird hoffentlich wissen, wie man sich professionell in der Öffentlichkeit verhält. Wenn es zu deinem Image gehört Hotelzimmer zu zerstören und herumzupöbeln, dann kannst du diesen Abschnitt – ach vermutlich sogar den Artikel überspringen. Ansonsten aber gilt, dass es ratsam ist nach einigen Drinks Twitter nicht mehr anzufassen. Denn mithilfe der lieben Technik ist man auch am privatesten Platz innerhalb von Sekunden einer breiten Öffentlichkeit ausgesetzt. Am nächsten Morgen bereut man davon vermutlich dann einige Tweets der letzten Nacht wieder. Doch dann ist es meistens zu spät und das Geschrei der Anderen groß.

5. Ignoriere deine Hater

Manchmal hat man das Gefühl, dass das Internet extra für Hater gemacht wurde. Denn hier werden sie höchstens nachträglich unterbrochen und abgeschnitten. Du solltest dich darauf aber gar nicht einlassen und diese Leute ignorieren. Das gilt für jede Kritik, die ohne sachliche Grundlage daherkommt. Wenn du treue Fans hast, werden die sich ggf. ohnehin darum kümmern.

Hier der Original-Artikel von Billboard.com