Maui Jim: Markenphilosophie made in Hawaii – Interview mit Marco Tutay

Marco Tutay lernte ich zum ersten Mal während dem 2012er Porsche Tennis Grand Prix kennen. Dort erzählte er mir leidenschaftlich von der besonderen Markenphilosophie von Maui Jim. Eine Lifestyle-Marke, die sich nach und nach auch in Deutschland einen Namen macht. Nicht zuletzt mit interessanten Markenbotschaftern wie Sabine Lisicki. Da es sich bei den Maui Jim Produkten nicht nur um hochwertige Sonnenbrillen hält, sondern die ganze Geschichte darum für mich sehr interessant war, habe ich mich passend zum Sommer wieder bei Marco gemeldet und ein Interview geführt.

Bereits letztes Jahr habe ich von Maui Jim Sonnenbrillen zur Verfügung gestellt bekommen, um mich von dem Produkt zu überzeugen. Ich trage diese heute noch sehr gerne. Der Grund für dieses Interview war aber, wie oben beschrieben, ein anderer. Marcos Leidenschaft und die Marke an sich haben mich direkt beeindruckt. Die Sonnenbrille kann ich euch aber ohne Bedenken empfehlen, falls ihr auf der Suche seid.

Das Unternehmen Maui Jim besteht schon eine ganze Weile. Seit wann bemüht ihr euch um den deutschen Markt und mit welchem Ziel?

Wir sind seit ca. 10 Jahren im Deutschen Markt tätig. Wir wollen unsere Position als Marktführer im Bereich Sonnenbrillen mit Polarisierenden Gläsern ausbauen und zusammen mit den Augenoptikern die Endverbraucher über den Nutzen unserer Sonnenbrillen und über den Schutz der Augen aufklären. Natürlich wollen wir die Marke Maui Jim nicht nur bei den Optikern sondern auch bei den Endverbrauchern noch bekannter machen.

Inwiefern hat euch der Hype um Ray Ban beeinflusst oder möglicherweise geholfen?

Wir stellen immer wieder fest, dass unsere Partner, also die Augenoptiker, die gut Ray Ban verkaufen auch gut Maui Jim verkaufen. Handelt es sich doch bei beiden um US Brands. Außerdem ist unsere Kollektion sehr nachhaltig, ähnlich wie einige Modelle der Ray Ban Kollektion. Dies weiß der Optiker zu schätzen. Zudem ist die Story von Maui Jim authentisch und wahr.

Seht ihr eure Sonnenbrillen als reines Lifestyle-Produkt oder wie positioniert ihr euch an der Stelle?

Die Brillen sind in den letzten Jahren immer schicker und modischer geworden, verkaufen sich aber immer noch sehr stark über die guten Gläser und deren Funktionalität. Einige Kunden wählen Maui Jim wegen des Designs und der Qualität der Fassungsmaterialien, erfreuen sich dann zusätzlich an den besonderen Gläsern. Somit sprechen wir meist von Fashion+Function. Unsere Kunden sind meist ab 30 Jahre alt und stehen mit beiden Beinen im Leben. Sie legen Wert auf eine Top-Qualität und Service. Die Funktionalität steht im Vordergrund.

Was unterscheidet Maui Jim Sonnenbrillen von anderen in dieser Kategorie?

Wir können eine wahre Story erzählen. Wir stammen von Maui und der Jimmy ist unser Maskotchen, also der Papagei unseres Inhabers. Wir versuchen das Hawaiianische Gefühl zu transportieren und auf eine Europäische Art zu vermitteln. Wir begrüßen alle, auch unsere Kunden mit „Aloha“ und arbeiten viel mehr mit Farben. Durch unsere Gläser sieht man alles viel schöner, die Farben erscheinen kräftiger und deutlicher. Die Farbenwelt Mauis versuchen wir anhand unserer bunten Images in die Shops zu bringen. Wir bieten einen außerordentlichen Service an und tauschen viele Ersatzteile kostenlos. Bei uns zählt die sogenannte O´hana (die Familie) zu der alle im Team und alle unsere Geschäftspartner gehören. Darin nehmen wir uns alle nicht so wichtig, weil alle in unserer O´hana wichtig sind. Arbeiten und leben mit Aloha-Spirit.

Welche Rolle spielt eure Herkunft, der US-Bundesstaat Hawaii, bei der Positionierung und in eurer Markenphilosophie?

Unsere Herkunft spielt eine sehr große Rolle. Dies spiegelt sich in unserer Werbung, im Marketing, in der Bildsprache und im Management wieder – Management mit Aloha. Hawaii wird zum Beispiel in den USA sofort mit Qualität und Service assoziiert. Jeder Mensch würde gerne mal dort seinen Urlaub verbringen oder hat ihn eventuell schon dort erlebt. Viele wählen den Ort um zu heiraten. Auf Hawaii gibt es viele schöne Hotels, sehr gutes Essen und besondere Blumen die nur dort wachsen. Außerdem ist unser Inhaber, Walter Hester, von dort und wir haben einen Firmensitz in Lahaina. Jeder Geschäftspartner, der uns vorab mitteilt nach Hawaii zu fliegen, wird selbstverständlich in unserem Büro vor Ort mit offenen Armen empfangen.

Wie verankert ihr das in eurer Markenkommunikation?

Unsere Bilder sind alle von den Hawaiianischen Inseln, wir haben entsprechende Imagefilme und bauen immer Hawaiianische Wörter und die Hawaiianische Tradition in unsere Kommunikation mit ein. Zum Beispiel benutzen wir USB Sticks die aussehen wir kl. Surfboards und welche die aus Bambus gefertigt sind. Wir verteilen auf Events die typischen Blumenketten und spielen Hawaiianische Musik, auch am Telefon. Unsere Brillen tragen alle unterschiedliche Hawaiianische Namen, selbst auf unseren Visitenkarten steht immer der Vorname zusätzlich in Hawaiianisch. Marco heißt zum Beispiel Malako.

Ihr arbeitet mit einigen Tennis-Profis zusammen. Wie habt ihr diesen Markt ausgewählt und wie sieht diese Zusammenarbeit genau aus?

Sabine Lisicki - Maui JimTennis ist immer noch sehr populär in Deutschland. Über 10.000 Tennisbegeisterte sind in Tennisclubs und interessieren sich für unsere Athleten. Unsere Athleten passen gut zu uns weil Sie, genau wie Maui Jim, Meister Ihres Faches sind. Sie tragen die Brillen aus Überzeugung. Auf vielen Events haben wir die Linienrichter mit unseren Sportmodellen ausgestattet mit denen Sie, dank der Gläser, den Ball noch besser auf dem Platz verfolgen und somit noch professioneller über „in“ oder „out“ entscheiden können. Natürlich sollte der jeweilige Athlet zu unserer O´hana passen genauso wie wir zum Athleten, natürlich auch wegen des Produktes, passen sollten. Wir verwenden die Bilder unserer Sportler in der Werbung, Magazinen und dem Optiker gegenüber. Wir organisieren Autogrammstunden oder Pressekonferenzen. Wir haben im vergangenen Jahr auch Pressekonferenzen auf dem Court veranstaltet wobei die Journalisten mit dem Sportler spielen und dabei Fragen stellen konnten. Dann war auch mal der Athlet Linienrichter. Natürlich alles mit Maui Jim Sonnenbrille um das „Seherlebnis“ zu haben.

Dazu gehört auch Sabine Lisicki, die für ihr positives, lockeres und fröhliches Auftreten bekannt ist. Passt ihr auch deshalb so gut zusammen?

Genau. Sie ist bei unseren Treffen und Terminen immer total locker, lacht viel und nimmt sich Zeit für jeden. Auch Ihre Eltern und Ihr Team sind richtig nett und sehr professionell.

Wollt ihr den Sponsoring-Bereich im Tennis noch ausbauen? Siehst du gerade andere deutsche SpielerInnen, die von der Persönlichkeit und ihrer Marke theoretisch in Frage kommen würden?

Wir haben erst Kohli, also Philipp Kohlschreiber, als Deutschen Markenbotschafter gewinnen können. Mal sehen wer noch folgt. Ich will nicht zu viel verraten (grinst). Es kommen schon noch andere Sportler in Frage, auch aus anderen Sportarten.

Wie passt Maui Jim eigentlich zum Wintersport?

Egal wo man sich aufhält, ob im Sommer- oder Winterurlaub, der Sonne kann man überall begegnen. Vor allem dem schädlichen Blendlicht kann man überall begegnen. Meist dort, wo es glatte, helle Oberflächen gibt, die Sonnenstrahlen reflektieren. Davon gibt es im Winter sehr viel. Eis oder Schnee, gerade wenn diese tauen, zum Beispiel auf der Straßenoberfläche.

Über den Interviewpartner:

Marco Tutay - Maui JimMarco Tutay arbeitet seit Februar 2012 als Sales Manager bei Maui Jim Germany in Braunschweig. Ende der Neunziger Jahre arbeitete Marco als Brand Manager für Marken wie Cartier Eyewear und Montblanc. Danach zog es ihn zu Rodenstock und später zu Rupp und Hubrach Optik.

Marco bei Xing | Maui Jim im Web


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