Google dich. Jetzt!

Das klingt zunächst etwas willkürlich und wenig zielgerichtet. Doch es ist Zeit an einem Problem zu arbeiten, welches vor allem hierzulande in vielen Teilen der Gesellschaft vorherrscht. PR-Profis haben kein Problem damit sich zu googeln. Die meisten tun es – zwar weniger als man denkt, aber oft auch häufiger als sie zugeben. Eine kleine „Umfrage“ gab es dazu im März im Rahmen der Montagsrunde zum Thema „Personal Branding 2.0“.

Google dich - jetzt - Personal Branding 2.0Das Problem heißt defensive Selbstpräsentation, was an sich schon keinen Sinn ergibt. Zurückhaltung gilt als gesellschaftlich anerkannt. Niemand mag hier Leute, die sich zu sehr in den Vordergrund drängen. Vor allem dann, wenn sie keine Sportler, Schauspieler, Musiker oder andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind.

Öffentliche Wahrnehmung erarbeiten

Doch es gibt kleine Schlupflöcher, durch die man eine Chance erhält sich zu beweisen. Wer in der öffentlichen Wahrnehmung keine Bedeutung hat, muss sich diese erarbeiten und mögliche Zweifel ausräumen. Zumindest in seiner Niche. Doch bevor man an seiner Selbstpräsentation arbeiten kann, muss man einen Eindruck über seine eigene Außenwirkung gewinnen.

Das bedeutet nicht nur seine Social Media Profile regelmäßig zu aktualisieren, eigene Blogs und Websites zu pflegen und hilfsbereit zu sein, sondern auch zu wissen was auf den ersten Seiten der Google-Suchergebnisse erscheint, wenn man den eigenen Namen eintippt.

Warum gute Google-Ergebnisse wichtig sind

Warum ist das wichtig? Nun stell dir vor du bewirbst dich für einen Job und kommst in die engere Auswahl. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein Background-Check angestellt wird. Dieser läuft online heutzutage fast automatisch über Google und wird von dort aus vertieft. Oder du warst auf einer Konferenz, Network-Treffen oder ähnlichem und dein neuer Kontakt hat deine Visitenkarte verloren. Auch hier hilft Google weiter.

Kunden suchen zusätzliche Informationen via Google

Vielfach wollen auch potentielle Kunden erst einmal wissen, wo du außer deiner Business-Website im Netz noch aufzufinden bist. Es könnte ja schlechte Erfahrungen geben, die du versuchst zu verschweigen oder andere Zweifel bestehen, die beseitigt werden möchten. Außerdem ist es für einen Kunden immer interessant zu sehen, wie sich jemand in einer „fremden“ Umgebung gibt (also abseits seiner persönlichen Webpräsenz).

SEO – Googlen und nachbessern

Wenn es Namensvetter gibt besteht zudem die Gefahr, dass du auf den ersten Seiten keine Rolle spielst. Daher ist es für jeden, der an seiner Personal Brand online arbeiten möchte, ungemein wichtig, sich regelmäßig zu googlen. Egal in welcher Branche du arbeitest. Das hat nichts mit Narzissmus oder Selbstbefangenheit zu tun. Das ist Business. Punkt. Und wenn dir nicht gefällt, was du auf der ersten Ergebniss-Seite bei Google siehst, dann beschäftige dich mit SEO oder lass dich hierhingehend beraten. Google dich. Jetzt!

(Dieser Artikel wurde ursprünglich auf meinem eingestellten Blog BrandingStory am 14.06.2011 veröffentlicht.)

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